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Über unsere Schule

Unser Namensgeber

Konrad Wachsmann

1901 bis 1920

Konrad Wachsmann wurde am 16. Mai 1901 als Sohn jüdischer Eltern in Frankfurt(Oder) im Bischhofsaal über der Adlerapotheke am Markt geboren, war eines von vier Kindern und wuchs in einer Apothekerfamilie auf. Er wohnte in der Bischofsstraße 15, an der heute ein Denkmal steht. Wachsmann besuchte zwar das Gymnasium der Stadt (das heutige Karl-Liebknecht-Gymnasium), verließ es jedoch nur mit der Tertia. Anschließend begann er eine Lehre zum Tischler und Zimmermann in Frankfurt (Oder).

1920 bis 1926

Von 1920 bis 1924 studierte er in Berlin an der Kunstgewerbeschule und in Dresden an der Kunstakademie. Danach war Wachsmann beim deutschen Baumeister Hans Poelzig in Berlin und Potsdam Meisterschüler. 1925 entwickelte er für Einfamilienhäuser ein individuell vorgefertigtes Holzbausystem. Wachsmann war ab 1926 Chefarchitekt bei der damals größten Holzbaufabrik Europas, Christoph & Unmarck AG in Niesky, Niederschlesien.

1929

Im Frühjahr 1929 erfuhr Wachsmann, dass die Stadt Berlin Albert Einstein zum 50. Geburtstag ein Geschenk überreichen wollte und dass sich Einstein in diesem Zusammenhang für ein Holzhaus interessierte. Daraufhin fuhr Wachsmann nach Berlin und bot Einstein an, das Haus für ihn zu bauen. Nach verschiedenen Bauvorschlägen und einigen Gesprächen mit Einstein erhielt er den Auftrag zum Bau des Hauses. Ungefähr zur gleichen Zeit kündigte er bei der Firma Christoph & Unmarck. Danach war er als freier Architekt tätig. Einstein und Wachsmann verstanden sich von Anfang an recht gut und Wachsmann wurde ein gern gesehener Gast bei Einsteins in Caputh.

1932 bis 1941

Wachsmann erhielt 1932 den Rompreis der Preußischen Akademie der Künste, der ihn berechtigte, ein Jahr kostenlos in der Deutschen Akademie in Rom künstlerisch zu arbeiten. Ein Jahr später erfuhr er von der Machtübernahme Hitlers in Deutschland. Als Jude konnte er nicht nach Deutschland zurückkehren. Für ihn begann nun eine Zeit des Reisens durch ganz Europa. Einstein, der schon einige Jahre in den Vereinigten Staaten lebte, unterstützte zusammen mit Gropius die Emigration Wachsmanns in die USA.

1942 bis 1949

Wachsmann ließ sich 1942 in New York nieder. Er arbeitete in den 40er Jahren mit dem Architekten Walter Gropius zusammen. Sie entwickelten gemeinsam das General-Panel-System (Fertighaus-System). Damit wurde er auch international bekannt. Wachsmann ging in all seinen Arbeiten auf eine Bauweise aus industriell vorgefertigten Baumodulen ein. In dem Mobilar Strukture System verwirklichte er seine Idee am erfolgreichsten, er entwickelte es 1942 für die amerikanische Luftwaffe. 1949 wurde Wachsmann als Professor an das Institute of Designe berufen, die legendäre Schule von Moholy-Nagy und Gropius, die als Nachfolgeinstitut des Bauhauses in Chicago gegründet worden war.

1949 bis 1956

Wachsmann war von 1949 bis 1956 Direktor des Department of Advanced Building Research am Illinois Institute of Technology in Chicago.

1964 bis 1974

Wachsmann wechselte an die Universität von Südkalifornien in Los Angeles, dort war er bis zu seiner Emeritierung 1974 tätig. Innerhalb dieser Zeit beschäftigte er sich auch mit der Weiterentwicklung von Konstruktionssystemen für freitragende Hallen und Hochbauten, sowie deren Massenproduktion.

1978/79

Anläßlich des 100. Geburtstag von Albert Einstein half Konrad Wachsmann bei der Rekonstruktion Einsteins ehemaligen Sommerhauses in Caputh.

1980

Konrad Wachsmann starb am 26. November im Alter von 79 Jahren in Los Angeles. Seine Urne wurde auf seinem Wunsch entsprechend in seine Vaterstadt Frankfurt(Oder) überführt. Seine letzte Ruhestätte befindet sich dort auf dem Hauptfriedhof.

Kontakt

  • Konrad-Wachsmann-Oberschule,Berlin
    Geithainer Str. 12
    12627 Berlin
  • +49 (0)30 99 181 01
    +49 (0)30 99 28 38 75 (Fax)

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